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Vor-Ort Shopping on the rise

Auf Instagram ist immer häufiger zu sehen, dass Influencer ihre Follower aktiv in ihre ausgiebigen Shoppingtouren einbeziehen. Sie führen ihre Follower durch ihre Lieblingsläden, geben Kaufempfehlungen, teilen ihre Erfahrungen, nehmen sie mit in die Umkleidekabine und verlinken auf die vorgestellten Produkte.

Dadurch entsteht nicht nur ein ganz neues Shopping- Erlebnis für Konsumenten, es ergeben sich auch viele, bisher ungenutzte Möglichkeiten für Brands.

Wie läuft dies genau ab - ein Deep-Dive 

Der Hype des Affiliates Shopping, welches seinen Ursprung im asiatischen Raum hat, beschränkt sich nicht nur auf Modeartikel, auch Vor-Ort-Shopping in Möbelhäusern, Boutiquen für Dekorationen und sogar Drogerien sind Teil dieses Movements geworden. Selbst vor den Supermärkten macht dies keinen Halt: Follower machen hier beispielsweise auf bereits im Vorfeld beworbene Produkte aufmerksam. Im Fashion-Bereich werden Trend-Pieces direkt in der Umkleidekabine anprobiert oder später direkt in IGTV’s nochmal gesondert vorgestellt.

So gut wie jedes Vor-Ort-Shopping wird in einer Story angekündigt und durch die Kennzeichnung “SHOPPING” im oberen Teil der Instagram Story angezeigt. Nach einer Store-Tour, bei welcher einige Produkte bereits für die Anprobe und detaillierte Vorstellung angeteasert werden, geht es auch schon Richtung Umkleide. Dort werden die Sachen direkt anprobiert, gemixt und per Swipe-up verlinkt. Hinter dem Swipe-up versteckt sich dann der Affiliate Link.

Große Vorreiter der Branche aus Influencer-Perspektive sind sicherlich Carmushka, Ana Johnson oder Donnaromina, um hier nur einige bekannte Namen zu nennen. Gerade Carmushka ‘entführt’ ihre Follower in Boutiquen von Freunden und Bekannten. Dort stellt sie nicht nur die Produkte vor, sondern gibt Einblicke in die Dekoration und den Vibe des Ladens, stellt die Besitzer vor und erklärt den Followern die Geschichte und Idee hinter dem Store. Somit ist diese Form des Influencer Marketings auch für kleinere Läden spannend und relevant.

Erhöhte Produktwahrnehmung durch Influencer Empfehlung 

Die Unternehmen profitieren hier sehr stark vom Empfehlungsmarketing der Influencer und der treuen Community, die viel Wert auf ihre Meinungsführer legen. Hinzu kommen folgende Vorteile: Es sind keine teuren Werbeproduktionen vorab notwendig und die Zielgruppe ist anhand der ausgewählten Influencer klar identifizierbar. Das Setting des ‘Drehorts’ ist ebenso vorhanden, wie auch die zu bewerbenden Produkte. Dies erspart Shipping und andere logistische Kosten. Ebenso vorteilhaft ist, dass sich der Prozess zwischen dem Entdecken der Produkte und die daraus resultierende Kaufentscheidung verringert - die Customer Journey so vereinfacht wird. Instagram zeigt durch seine vielen fortschrittlichen Updates auch eine zunehmende Wichtigkeit im Bereich des (Vor-Ort)-Shoppings.

Influencer- Bezahlung pro Kauf - ein lukrativer Weg?

Das steigende Interesse daran, die Influencer auf ihren Shopping-Touren zu begleiten, bietet neue Werbeflächen für Brands und lässt sich auch für Marken skalierbar abbilden. Eine bewährte Strategie kann der Einsatz von Affiliate- bzw. Tracking-Links sein. Affiliate-Links erhöhen die direkte Zusammenarbeit zwischen Marke und Influencer mit dem Ziel, den Abverkauf direkt zu steigern.

Durch Affiliate Shopping, als leistungsbasiertes Marketing, bei welchem der Influencer für jeden Kunden belohnt wird, der durch das eigene Marketing gewonnen wird, profitieren beide Partner. Der Influencer erhält eine Provision für jeden Kauf eines Kunden, der über den Link des Influencers generiert wurde. Der Kunde bzw. die Brand hat somit die Sicherheit, lediglich den Erfolg im Sinne des Abverkaufs des Influencers zu zahlen. Ein Unternehmen welches sich auf diese Systematik spezialisiert hat ist ‘Reward Style’.

Welche Chancen ergeben sich daraus für Marken? Ist Vor-Ort-Shopping ein MUSS?

Vor-Ort-Shopping und in diesem Zusammenhang insbesondere Affiliate-Shopping hat den Vorteil, dass es sich nicht auf einen bestimmten Nischenmarkt beschränkt. Brands sämtlicher Branchen können von der Mechanik profitieren. Dabei werden sowohl Firmen mit High-End- Produkten in kleinen Boutiquen als auch größere Modeketten fokussiert.
Für einige Unternehmen und auch selbständige Unternehmer, die ihren Store und den Mehrwert des In-store Shopping positionieren wollen, ist Vor-Ort Shopping durch Influencer als Werbemaßnahme eine große Chance. Gleichzeitig ist diese Art der Werbung sinnvoll, wenn Unklarheiten darüber bestehen, wo und wie diese Produkte zu erwerben sind.

Und wie geht es weiter?

Während Influencer in ihren Stories bisher nur einen personalisierten Swipe-up Link pro Story- Snippet und somit nur ein ausgewähltes Produkt bewerben konnten, müssen Influencer ihre Links aus den IGTV’s in ihrer Beschreibung hinterlegen. Ein populäres Beispiel findet sich in den bisherigen IGTV’s von der Influencerin @justineschlue, die ihre Outfits Inspirationen vorstellt, diese jedoch aus technischen Gründen ausschließlich bisher in der Beschreibung verlinken kann und nicht direkt auf den Produkten. Die aktuelle Vorgehensweise ist eher aufwendig, führt zu Verwirrung und der direkte Produktbezug geht immer weiter verloren. Hier wäre es von Vorteil zukünftig die direkten Links in den dazugehörigen IGTV’s hinterlegen zu können. Diese Funktion ist bisher nur für IG Stories und IG Postings gelauncht.

Vor-Ort-Shopping, in Kombination mit Affiliate-Marketing, bietet für viele Unternehmen große Potenziale, da sie einen direkten Abverkauf ermöglichen. Dabei kann das volle Potenzial nur ausgeschöpft werden, wenn die Technik mitspielt. Auf der einen Seite muss das Tracking funktionieren und auf Konsumentenseite trägt ein gut durchdachtes User-Shopping-Interface dazu bei, durch eine gute User Experience Abverkäufe zu fördern. Gerade Unternehmen im stationären Handel können von der zusätzlichen Werbung der Influencer in den eigenen POS profitieren.
Besonders verkaufsstarke Influencer, welche sich durch eine sehr aktive Community auszeichnen, können ihre Vorteile aus der variablen Bezahlung mit Bezahlung-pro-Click oder Kauf ziehen. Um sich für eine solche Vergütung zu entscheiden, sollten sich sowohl Influencer als auch Brands über die verkaufsrelevanten KPI’s der Beteiligten informieren. Sollten diese stimmen, ergibt sich hiermit ein gewinnbringendes Konzept für Influencer und Brands.

Photos via Unsplash