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Facebook Werbeboykott: Influencer machen mit?!

In den letzten zwei Wochen machte der Werbestopp großer namhafter Firmen und Konzerne auf Facebook Schlagzeilen. Der Vorwurf? Ein mangelhafter Umgang seitens Facebook hinsichtlich Hasskommentare, Mobbing oder kontroversen Beiträge.

Auch deutsche Unternehmen haben sich dieser Bewegung angeschlossen, und setzen ihr Werbemaßnahmen für 30 Tage, manche sogar noch länger, aus. Keines der Unternehmen möchte in einem Umfeld werben, welches keine Brand-Safety bietet.

Einige der deutschen Unternehmen, die sich dem Werbeboykott angeschlossen haben, sind Volkswagen, Puma, Fritz Kola oder die Veganz Group.
Der Boykott führte bei Facebook zu einem Wertverlust von 56 Milliarden Dollar. Die Reaktion von Gründer und CEO Mark Zuckerberg ließ nicht lange auf sich warten und er kündigte ein stärkeres Vorgehen gegen Hassbotschaften, die Löschung von Falschmeldungen und eine Erhöhung der Werbestandards an.

Doch wie sieht die Situation im Influencer Kosmos aus? Auch Influencer und ihre Beiträge, sei es paid oder auch organisch, bleiben von Hasskommentaren oder kontroversen Direct Messages nicht verschont. Egal ob in den Stories oder im Feed, das Feedback der Menschen bewegt sich manchmal auf einem schmalen Grad zwischen Hass, Mobbing und konstruktiver Kritik.
Ebenso wie Unternehmen haben Influencer auch nur begrenzt Einfluss auf das Umfeld, wo ihre paid Posts erscheinen.

Anders als die großen Firmen und Konzerne können sich Influencer einen Werbeboykott, und die damit verbundene Einstellung ihrer Aktivitäten nicht leisten. Zu groß ist die Abhängigkeit der Geschäftsmodelle von Facebook. Spüren tun sie die Auswirkungen des Boykotts in Form von pausierten laufenden Kampagnen jedoch auch.

Eins ist sicher, wenn Facebook seine Richtlinien und Maßnahmen verschärft, profitieren nicht nur die Unternehmen oder großen Konzerne, sondern auch die Influencer. Denn wenn ihre Beiträge in einem geschützten Umfeld auftauchen und weniger destruktive Kommentare entstehen, steigt auch die Attraktivität der Marken mit Ihnen zu arbeiten. Unsere Einschätzung ist, dass Facebook eine für alle Parteien zufriedenstellende Lösung finden wird. Die Plattform die hauptsächlich von Werbeerlösen lebt, kann es sich nicht erlauben, seine Werbepartner langfristig zu ignorieren. Erste Schritte kündigte Mark Zuckerberg bereits an und hat in diesem Zuge einige rechtsextremen Gruppen oder Seiten entfernt. Weitere Maßnahmen werden aber bestimmt zeitnah folgen.

Photos via Unsplash